31. Handwerkerfrühschoppen der Kreishandwerkerschaft Flensburg

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Ausbildung im Handwerk: Eine gute Wahl für die Zukunft

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Kreishandwerksmeister Günther Görrissen


„Dem Handwerk geht es gut": Mit dieser erfreulichen Botschaft eröffnete Kreishandwerksmeister Günther Görrissen den diesjährigen, insgesamt 31. Handwerkerfrühschoppen Ende Januar im Veranstaltungssaal des „Borgerforeningen". Die positiven Entwicklungen aus der letzten Konjunkturumfrage der Handwerkskammer konnte Görrissen mit Nachdruck bestätigen. Die günstige Auftragslage sorgt für deutlichen Aufschwung: „Viele Betriebe denken über Neueinstellungen nach oder suchen bereits", so Görrissen. Doch wie immer habe die Medaille zwei Seiten.


„Viele Aufträge heißt ja nicht gleichzeitig viel Geld verdienen. Wenn zum Beispiel das Wetter nicht mitspielt, können die Aufträge nicht abgearbeitet werden". Aber auch Einflüsse von außen belasten den Handel und das Handwerk. Unter anderem die „Diesel-Diskussion" oder die landesweite Verkehrssituation. Als aktuelle „Ärgernisse" bezeichnet der Kreishandwerksmeister dabei die Rader Hochbrücke oder die Baustellen auf der Autobahn A7 in Richtung Hamburg. „Vor Ort laufe es besser", so der Kreishandwerksmeister. Viele Straßen im Kreis und in der Stadt sind erneuert oder befinden sich im Planungsstatus für Sanierungen. Aber, so Günther Görrissen: „Müssen die Anlieger dafür bezahlen?" Städte und Gemeinden dürfen dies jetzt allein entscheiden. Das Land hat diesen Beschluss einfach weitergegeben. „Ich hoffe, dass unsere Landesregierung diese Gesetzeslage ändert und klare Entscheidungen trifft. Gleiche Voraussetzungen für alle Bürger".

Mit lobenden Worten ging Görrissen anschließend auf die Standort-Entscheidung für das neue Krankenhaus ein. „Es ist selten, dass Entscheidungen mit so hoher Bedeutung so schnell gehen. Wenn das überall so wäre, ein Traum". Das Bauhandwerk, ergänzt der Kreishandwerksmeister, kann ein Lied davon singen, wie lange es dauert bis Baugenehmigungen erteilt sind. Vor allem im Gewerbebau ist Zeit ein enormer Faktor. Die Verantwortlichen in der Verwaltung sollten schnellstens Lösungen finden. Dass daran derzeit auch konkret gearbeitet wird, hat die Stadtverwaltung bestätigt. „Bildung muss vergleichbar sein, ob in Flensburg oder München". Mit dieser Aussage schwenkte der Kreishandwerksmeister zum zentralen Thema seiner Neujahrsrede um.

„Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen. Ob Zeugnisnoten oder Bewertungen, drüber lässt sich diskutieren. Aber bitte überall in Deutschland das gleiche System". Zur Allgemeinbildung gehören die Kulturtechniken, wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie sind Grundvoraussetzung für das weitere Leben: „Dass das nicht überall funktioniert, sehen wir bei einigen Bewerbungen für eine Ausbildungsstelle". Das Handwerk will auch diesen jungen Menschen eine Chance geben, denn die Qualifizierung von jungen Fachkräften ist ein dringliches Erfordernis: „Wenn die jungen Menschen wollen, werden sie ihr Ziel erreichen. Fördern und fordern muss sich die Waage halten". Bei den Abschlussprüfungen, so Görrissen weiter, wird dann deutlich, dass sehr viele die Kurve kriegen und gute Ergebnisse erzielen.

Aber auch die Attraktivität der Arbeitsplätze muss erhöht werden. „Nicht nur das Geld muss stimmen, ebenso die Arbeitsbedingungen sind heute wichtige Bestandteile unseres Arbeitslebens". In der öffentlichen Wahrnehmung sollte deutlicher herausgestellt werden, dass eine Ausbildung im Handwerk eine gute Wahl für die Zukunft darstellt. Die Berufsvorbereitung ist auf dem Stundenplan somit unverzichtbar. „Wenn wir aber über Fachkräftemangel sprechen und gleichzeitig über Arbeitszeitverkürzungen, dann beißt sich die Katze in den Schwanz", betonte Günther Görrissen im Hinblick auf die aktuellen Tarifverhandlungen. Der Kreishandwerksmeister forderte abschließend eindringlich: „Tarifverhandlungen sollten stets mit Augenmaß und realitätsnah geführt werden".

   


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