Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2018 in den Bauberufen

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Premiere: Handwerker-Nachwuchs holt Doppelsieg

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Die erfolgreichen Landesmeister Julian Paczulla (li.) und Mirko Hanisch (re.) mit ihren jeweiligen Ausbildungsmeistern Lars Bandholz (h. li.) und Knud Hagensen.


Auf den diesjährigen Landesmeisterschaften der Bauberufe sorgten gleich zwei Junggesellen der Bau-Innung Flensburg Stadt und Land für eine einmalige Sensation. Erst im Sommer dieses Jahres überzeugten Zimmerer Julian Paczulla und Maurer Mirko Hanisch als Innungsbeste mit guten Leistungen in ihren jeweiligen Gesellenprüfungen. Ende September legten die beiden Nachwuchstalente dann deutlich nach und erkämpften sich jeweils die ehrenvolle Erstplatzierung als Landesmeister im Zimmerer- und Maurer-Handwerk. Ein überaus beeindruckender Doppelsieg, der in der Geschichte der schleswig-holsteinischen Landesmeisterschaften des Baugewerbeverbandes als einmalig eingestuft wird.

„Die jungen Handwerker haben mit ihrer Arbeit, ihren Leistungen und ihrer Ausdauer bewiesen, dass es sich lohnt, sich für eine Idee stark zu machen und sich anzustrengen. Das verdient Respekt und Anerkennung", so Thorsten Freiberg, Vorstandsvorsitzender des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein.

Der praktische Leistungswettbewerb auf Landesebene umfasste bis zu acht Zeitstunden. In ihren jeweiligen Berufszweigen traten Zimmerer Julian Paczulla und Maurer Mirko Hanisch in der Schleistadt Schleswig gegen Teilnehmer anderer Landesinnungen an. Die vorgelegten Baupläne hatten es in sich. Anspruchsvolle Aufgaben galt es zu bewerkstelligen. So musste unter anderem Maurer Mirko Hanisch ein dreidimensionales Wandrelief mit Steinschnittaufgaben umsetzen. Zimmerer Julian Paczulla erhielt hingegen die Aufgabe, eine Walmecke mit unterschiedlichen Neigungen, steigender Traufe und schrägem Wechsel zu konzipieren.

Beide Landessieger absolvierten eine Ausbildung in renommierten Fachbetrieben der Bau-Innung Flensburg Stadt und Land. Ihre Fertigkeiten vertiefen konnten Julian Paczulla und Mirko Hanisch im Rahmen eines regelmäßigen Blockunterrichtes in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte des Baugewerbes, die sich in den Räumen der Kreishandwerkerschaft am Harnis befindet. Durch ein leistungsstarkes Ausbildungskonzept erhielten die beiden Nachwuchstalente gezielte Förderungen. Schon in den Jahren 2011 und 2012 erlangte ein Absolvent der überbetrieblichen Ausbildungsstätte hohe Auszeichnungen bei Landes-, Bundes- und Europameisterschaften. Doch der jetzige Doppelsieg in gleich zwei Baugewerken stellt eine herausragende Premiere auf Landesebene dar. Die verantwortlichen Ausbildungsmeister Lars Bandholz (Zimmerer-Handwerk) und Knud Hagensen (Maurer-Handwerk) sind stark beeindruckt von den außergewöhnlichen Leistungen ihrer ehemaligen Auszubildenden. Sie sehen in dem Doppelsieg auch eine Bestätigung ihrer geleisteten Arbeit: „Eine fundierte Ausbildung im Bauhandwerk schafft vielfältige Perspektiven. Mit Einsatz und Leistungswillen können junge Menschen bei uns zukunftsorientiert durchstarten und ein wichtiges Fundament für ihren weiteren beruflichen Erfolg legen", so Lars Bandholz und Knud Hagensen.

Für Julian Paczulla und Mirko Hanisch gehen die Vorbereitungen jetzt in die nächste Runde. Aktuell bereiten sie sich auf den Bundesleistungswettbewerb für bauhandwerkliche Berufe vor, der Mitte November in Erfurt stattfindet.

   

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